Buddhismus
Buddha, der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie „Erleuchteter“, wurde unter dem Namen Siddharta Gautama um 563 vor Christus als Sohn eines reichen Großgrundbesitzers geboren. Die Grundlagen des Buddhismus entstammen der hinduistischen Religion, aus ihr übernahm er den Begriff des Karma, des unüberwindbaren kosmischen Gesetzes. Karma meint die Vergeltung aller guten und bösen Taten, die regelmäßig in der Wiedergeburt gesühnt werden. Dabei zählen gute Taten so viel, dass sie im nächsten Leben mit einer besseren Existenz belohnt werden können. Dieser Zyklus ist zwingend. Selbst von Buddha berichtet die Überlieferung, er habe mehr als 500 Lebenszyklen in verschiedenen Gestalten vollenden müssen. Er kann aber, vereinfacht gesagt, von jedem Einzelnen beeinflusst werden, indem er sein eigenes Leben den von Buddha vorgegebenen Glaubensgrundsätzen widmet. Dem Nirvana am nächsten sind aber die Mönche, die ihr ganzes Leben mit dem Studium der Lehren Buddhas verbringen. So ist das hohe Ansehen zu erklären, das Mönchen in Thailand entgegengebracht wird. Der Buddhismus ist eine so tolerante Religion, dass er auch den weitverbreiteten Animismus (Geisterglauben) duldet. Es gibt böse Geister und natürlich auch gute Erdgeister, wie auch Hausgeister, die gute Geister werden, so man sie als solche erkennt, werden die in der Familiengemeinschaft aufgenommen. Die bösen finden ihre Heimat in den Geisterhäuschen, wo sie durch Opfergaben täglich aufs neue besänftigt werden. Böse Geister sollen Verstorbene sein, denen die Wiedergeburt und damit ein weiterer Schritt zum Nirvana verwehrt blieb.
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